Physiotherapie bei alten Hunden

Oft leiden alte Hunde an altersbedingtem Verschleiß und Beschwerden des Bewegungsapparates.  Häufig können die Probleme nicht behoben, aber gelindert werden. Die Physiotherapie bietet eine ideale option, um die Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.

Die Voraussetzung für eine Physiotherapie

Die Beschwerden des Hundes sollten zunächst von einem Tierarzt analysiert werden.  Je nach Erkrankung und Zustand des Hundes, kann der Hundehalter zu hause verschiedene physiotherapeutische Übungen mit ihm machen.

Eine fachliche Anleitung sowie regelmäßige physiotherapeutische Kontrolluntersuchungen sind notwendig, um die richtige Durchführung der Übungen zu gewährleisten. Zudem sollte der Schwierigkeitsgrad regelmäßig angepasst werden, so haben die Aufgaben einen Trainingseffekt.

Aktive Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihren alten Hund nicht überfordern.  Alte Hunde haben keinen großen Bewegungsdrang mehr.  Ziel der Übungen ist es nur, seine Beweglichkeit zu verbessern, die Elastizität von Sehnen und Bändern zu fördern  sowie die Muskelatur zu kräftigen.  Lahmheiten können so reduziert, die Bewegungslust des Hundes gesteigert und die Ausdauer und Kondition gefördert werden.  Sollte Ihr Hund unter chronischen Schmerzen leiden, so nehmen Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Tierarzt oder dem zuständigen Physiotherapeuten.

Auch Wärmetherapie kann helfen

Rotlichtlampen führen zu einer großflächigen Erwärmung oberflächlich gelegener Gewebeschichten. Wärme hat aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung einen schmerzlindernden Effekt. Zudem entspannt sie die verkrampfte Muskulatur und fördert die Dehnbarkeit von Bändern und Sehnen. Wichtig ist es, einen Abstand von 30 bis 40 cm zwischen Hund und Rotlichtlampe einzuhalten.

Bei alten Hunden, die beispielsweise aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nicht eigentständig laufen können, ist Vorsicht geboten.  Das Gewebe darf nur kurz erwärmt werden und der Hund nicht unbeaufsichtigt unter der Rotlichlampe liegen, da er sich nicht selbständig von der Wärmequelle entfernen kann, wenn es ihm zu heiß wird.

Wärme bietet sich bei alten Hunden mit chronischen Schmerzen an, beispielsweise aufgrund von Arthrosen oder Muskelverspannungen. Sie darf aber nicht bei einem aktuten Arthroseschub angewendet werden. Dieser kennzeichnet sich durch eine aktute Verschlechterung der Lahmheit sowie eine Schwellung des erwärmten Gelenks .

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