Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen

Hundeversicherungen für Welpen
Hund im Zwinger - Foto: Fotolia-70792539

Wer Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen sucht, hat sich bereits für einen “Hund in Not“ entschieden und sieht sich jetzt einer Vielzahl von Angeboten gegenüber stehen. Denn selbstverständlich gehört zur Erstausstattung vom Hund die passende Hundeversicherung genauso dazu, wie das neue Körbchen oder das Hundefutter.

Bei den Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen ergeben sich jedoch in bestimmter Hinsicht, besondere Problematiken, die auf den Umstand beruhen, dass der Hund aus einer Tierauffangstation, einem Tierheim, Gnadenhof oder aus einer Tötungsstation kommt und eben nicht aus einer perfekten Züchtung stammt.

 

Die Hundehaftpflicht für Welpen aus Tierauffangstationen

 

Unabhängig davon, ob die Hundehaftpflicht in Ihrem Bundesland eine Pflichtversicherung ist, bildet die Hundehaftpflicht die erste Versicherungsgrundlage für Ihren Hund. Denn in der Regel kann eine Anmeldung bei der Stadt oder der Gemeinde nicht ohne den Nachweis einer Hundehaftpflicht erfolgen. Auch der Besuch einer Hundeschule mit Ihrem Welpen ist ohne den Nachweis einer Hundehaftpflicht nicht möglich. Bei diesen Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen gibt es jedoch einiges zu beachten.

Eine besonders günstige Hundehaftpflicht gibt es vor allem, für Welpen, bei denen kein Listenhund bzw. Kampfhund eingekreuzt wurde. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, kann in nicht eindeutigen Fällen ein Tierarzt feststellen. Zu den sog. Listenhunden zählen u. a. :

  • American-Staffordshire-Terrier

  • Pittbull Terrier

  • Staffordshire Bullterrier

  • Bullterrier

  • Napoletano

  • Mastino Espanol

  • Bordeaux Dogge

  • Dogo Argentino

  • Fila Brasileiro

  • SharPei

  • Bandog

  • Tosa-Inu

  • Bullmastiff

  • Mastiff

  • Kangal

  • Kaukasischer Owtscharka

sowie deren Kreuzungen.

Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, sollten Sie darauf achten einen Leistungsvergleich der wichtigsten Kriterien durchzuführen. Hierunter fallen die Versicherungssumme (sollte nicht unter 5 Mio. Euro liegen), die Mitversicherung von Mietsachschäden, nach Möglichkeit ohne Leinenpflicht oder Maulkorbzwang, gewollte und ungewollte Deckschäden, Turniere bzw. die Teilnahme an der Hundeschule, die Forderungsausfalldeckung und der Auslandsaufenthalt (Urlaub). Auch die Mitversicherung von Familienangehörigen oder eines Bekannten sollte überprüft werden, für den Fall, dass der Hund auch von diesen ausgeführt wird oder der Hund mal wo anders übernachtet.

Bei der Hundeversicherung für Welpen  in Form einer Hundehaftpflicht ist der Preis übrigens nicht davon abhängig, ob es sich bei Antragstellung um einen Welpen oder um einen älteren Hund handelt, ob der Hund aus einer Tierauffangstation, Tötungsstation oder aus dem Ausland kommt. Lediglich der Leistungsumfang, die Versicherungssumme und das Alter des Hundehalters spielen bei der Preisermittlung eine Rolle. Diese Art von Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen liegen bei einem jährlichen Aufwand zwischen ca. 46 Euro und gehen hoch bis auf 120 Euro (je nach Anbieter).

Sollte in Ihrer Rasse jedoch nachweislich ein sog. Listenhund enthalten sein, gibt es nur wenige bundesweite Angebote, die im gleichen Preisrahmen liegen. Wer hier nicht aufpasst, kann schnell eine Hundehaftpflicht für 700 Euro im Jahr erwerben und muss dann vielleicht noch Einschränkungen wie Leinenpflicht oder Maulkorbzwang in Kauf nehmen.


Hundekranken- oder Hunde-Op Versicherung für Welpen aus Tierauffangstationen

 

Eine Hundekrankenversicherung oder Hunde-Op Versicherung ist eine zusätzliche freiwillige Versicherung, die der Hundehalter abschließen kann, um sich vor möglicherweise hohen Tierarztkosten zu schützen. Bei Welpen aus Tierauffangstationen ist zu beachten, dass eine Anmeldung zur Versicherung erst mit 8 oder 9 Wochen möglich ist. Diese Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen ist nicht rassebedingt, d. h. auch für sog. Listenhunde ist eine Hundekrankenversicherung oder Hunde-Op Versicherung problemlos erhältlich.

Natürlich ist die Aufnahme eines Welpen aus einer Tierauffangstation für Sie und die Versicherung ein Risiko. Beide Parteien wissen nicht, was die gesundheitliche Zukunft bringt. Insbesondere bei Welpen, weiß man oft nichts über den Gesundheitszustand der Eltern und möglichen Erbkrankheiten.

Welpen oder auch ältere Hunde aus Tierauffangstationen oder Tötungsstationen können sich in einem erbärmlichen Zustand befinden: ausgehungert, unterernährt, mißhandelt, nicht entwurmt, nicht geimpft, voll mit Milben oder Flöhen.

Aus diesem Grund werden Sie bei einer möglichen Antragstellung zur Hundekrankenversicherung für Welpen auch gefragt, ob der Hund aus dem Tierheim oder einer Tierschutzorganisation stammt.

Am einfachsten ist eine Aufnahme in die Hundekrankenversicherung, wenn der Hund bei Antragstellung natürlich gesund ist; ein Gesundheitszeugnis wird bei Welpen in der Regel jedoch nicht verlangt.

Hunde in Not aus Spanien, Bulgarien, Irland, Griechenland, Rumänien oder Serbien haben mitunter jedoch mit weiteren Erkrankungen zu kämpfen. Als bekannteste Erkrankung sei hier z. B. die Leishmaniosis oder Erlichiose (beides Mittelmeerkrankheiten) genannt. Die Leishmaniosis kann unbehandelt zum Tode führen. Bei vielen Hunden besteht jedoch die Chance, dass diese Krankheit nie ausbricht, obwohl der Erreger vorhanden ist.

Die Erlichiose kann mit Antibiotika behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, ansonsten können robuste Hunde diese Krankheit auch ohne Gabe von Medikamenten ohne weiteres überstehen. Sollte einer dieser Vorerkrankungen bereits vorhanden sein, lohnt sich eine Antragstellung für zukünftige Krankheiten trotzdem. Anfallende Kosten durch die bereits vorliegende Erkrankung werden jedoch nicht von der Versicherung getragen, dafür müssen Sie immer selbst aufkommen, egal um welche akut vorliegende Krankheit es sich dabei handelt. Bei Vorerkrankungen wird Ihr Antrag geprüft und es kann zu einer sog. Klausel bzw. Ausschluss führen:

  • bei Leishmaniosis beschränkt sich der Ausschluss auf Haut, Milz und Lymphknoten

  • bei Erlichiose bezieht sich der Ausschluss auf Infekte, die konkret auf diesen Erreger beruhen.


Mogeln bei den Gesundheitsfragen lohnt sich nicht, denn bei jeder Versicherung gibt es als reine Vorsichtsmaßnahme eine sog. Wartezeit, die zwischen 30 Tagen und 3 Monaten liegt, in der sowieso keine durch Krankheit entstandene Tierarztkosten übernommen werden.

Auch andere Krankheiten, fehlende Gliedmaßen oder Organe können zu einem sog. Ausschluss führen. Schnell wird jedoch vergessen, dass es beim Hund bis an die 100 verschiedenen Krankheiten, Eingriffe und Unfälle gibt, wo ein Großteil trotz Ausschluss immer noch versichert ist.

 

Besonders günstig sind diese Art von Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen, denn je älter der Hund bei Antragstellung ist, desto teurer wird auch der Beitrag. Manche Versicherungen arbeiten hier mit einer maximalen Altersgrenze, es gibt aber auch Angebote, die keine Altersgrenze vorgeben – dies gilt sowohl für die Hundekrankenversicherung, als auch für die Hunde-Op Versicherung.

Natürlich sind diese Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen auch eine reine Preisfrage, denn eine Hundekrankenversicherung ist mit einem monatlichen Aufwand zwischen ca. 30 – 90 Euro nicht gerade besonders preiswert.

Unterschied Hundekrankenversicherung – Hunde-Op Versicherung

 

Die Hundekrankenversicherung ist eine Vollversicherung für Hunde, die für sämtliche Tierarztbesuche, die aus gesundheitlichen Gründen erforderlich sind, aufkommt. Bei der Vollversicherung werden auch notwendige Medikamente, Kosten für Diagnostik, Operationen, Nachbehandlungen und Tierklinikaufenthalte bezahlt – auch bei chronischen Erkrankungen, die während der Vertragslaufzeit auftreten. In der Regel sieht die Hundekrankenversicherung auch einen jährlichen Pauschalbetrag für notwendige Impfungen oder Wurmkuren vor, oder beteiligt sich mit einem Zuschuss an der Kastration.

Die Hundekrankenversicherung beinhaltet automatisch auch alle Leistungen einer Hunde-Op Versicherung.

Die Hunde-Op Versicherung ist wie der Name schon sagt, eine reine Op-Versicherung, die nur bei erforderlichen Operationen zum Tragen kommt. Die Operation darf dabei sowohl krankheits- als auch unfallbedingt erforderlich sein. Fast überall wird in der Hunde-Op Versicherung auch die letzte Voruntersuchung, die meistens aus Röntgen, Ultraschall, CT oder MRT besteht, übernommen. Hinzu kommen natürlich die eigentlichen OP -Kosten, der Aufenthalt in der Tierklinik und die Nachbehandlungskosten einschl. Medikamente für einen unmittelbaren Zeitraum, der zwischen 12 – 15 Tage nach der Operation liegt. Auch Zahnextraktionen (außer Milchzähne) und unfallbedingte Wundnähte werden unter Narkose beispielsweise von der Hunde-Op Versicherung bezahlt. Ein möglicher Kaiserschnitt ist leider nur selten versichert.

Dafür ist eine Hunde-Op Versicherung allerdings auch preiswerter und liegt zwischen 12 – 25 Euro monatlich.

Bei beiden Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen gibt es natürlich auch grundsätzliche Ausschlüsse, die jedoch von Versicherung zu Versicherung verschieden sind. Wer sich bei dieser Hundeversicherung unsicher ist, für welche Versicherung er sich entscheiden soll, lässt sich am besten von uns telefonisch beraten. Unter Berücksichtigung Ihrer Hunderasse, dem vorliegenden Gesundheitszustand, Ihren gewünschten Leistungen und Ihren preislichen Vorstellungen finden wir zusammen das passendste Angebot oder zeigen Ihnen Alternativen auf.

 

Die Reiserücktrittsversicherung für Reisen mit dem Hund

 

Vielleicht möchten Sie zusammen mit Ihrem Hund einen Urlaub machen? Unabhängig davon, ob der Urlaub in Deutschland oder in Europa statt finden soll, kann so ein Urlaub im wahrsten Sinne des Wortes auch in´s Wasser fallen, wenn der Hund vor Reiseantritt krank werden sollte. Die meisten kennen die Reiserücktrittsversicherung, als wichtige Reiseversicherung nur für sich selbst bzw. die Familie.

Nur wer mit seinem Hund verreisen möchte, kann und will in der Regel nicht auf ihn verzichten. Hier hilft die passende Reiserücktrittsversichrung für Hunde , damit Sie im Krankheitsfall Ihres Vierbeiners nicht auf möglichen Stornokosten sitzen bleiben.

Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung für Sie selber (und Ihre Familie) ist dabei natürlich Voraussetzung. Klassische Reiserücktrittsgründe sind in der Reiserücktrittsversicherung beispielsweise plötzliche Erkrankungen, Unfälle oder Todesfälle innerhalb der menschlichen Familie.

Einige Reiserücktrittsversicherungen übernehmen jedoch auch die Stornokosten der Urlaubsreise, wenn der Hund z. B. aufgrund einer nicht vertragenen Impfung vor Reiseantritt krank wird. Dies kann eine gebuchte Flug-, Bus- oder Bahnreise sein, ein Hotelurlaub, ein Urlaub im gemieteten Ferienhaus oder auf einem Campingplatz. Damit die Reiserücktrittsversicherung in solchen Fällen für die Stornierungskosten aufkommt, muss Ihr Hund noch nicht einmal bei der Versicherung angemeldet werden. Alles was in einem solchen Fall dafür erforderlich ist:


  • Sie müssen sich bei einer der wenigen Versicherungen, die in solchen Fällen zahlen, selbst versichert haben

  • Sie müssen den Krankheitsfall Ihres Hundes nachweisen

  • Sie müssen die notwendigen Reiseunterlagen vorlegen, in denen bei Reisebuchung dokumentiert wurde, dass Ihr Hund für die gebuchte Reise mit angemeldet ist. Dies kann z. B. eine Flugbuchung sein oder eine Bestätigung vom Campingplatz, wo aus den Unterlagen hervorgeht, dass Sie zusammen mit Hund anreisen.


Fazit:

Wie Sie unserem Artikel entnehmen können, gibt es eine Vielzahl von Hundeversicherungen für Welpen aus Tierauffangstationen und vieles worauf man achten sollte und leider kann man auch einiges verkehrt machen. Umso wichtiger ist es bei solchen Fragen, einen Fachmann an seiner Seite zu haben.

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