Hunde-Elend, das dramtische Elend der Galgos

Galgo mit Welpen
Galgo mit Welpen

Früher waren sie ein Zeichen von Reichtum – ein Privileg des Adels. Heute werden schätzungsweise 50.000 von ihnen jedes Jahr in Spanien aufgehängt, lebendig verbrannt, totgeschlagen oder anders zu Tode gequält.

Dabei sind die windhundähnlichen Galgos sehr gut als Haustiere zu halten. Sie verhalten sich in der Wohnung ruhig, bellen kaum und reagieren selten aggressiv auf andere Artgenossen. Und trotzdem haben viele von ihnen ein schreckliches Los gezogen.  Wenn Sie den Artikel weiter lesen möchten, klicken Sie hier

Galgos sind großartige Jagd- und Familienhunde

Wer einen Galgo oder Podenco sein Eigen nennt, weiß, von was ich rede. Diese Hunde sind charakterlich und äußerlich, einfach perfekt.  Es sind perfekte Familienhunde, sich sich leicht integrieren lassen und niemals dominant sind. Sie wollen einfach nur geliebt werden und geben Liebe bis zum Äußersten zurück. Wunderbare Rassen, die von Menschen zu elend schlecht behandelt werden, dass einem die Worte fehlen.   Warum sich viele potentielle Hundebesitzer scheuen, einen Jagdhund zu adoptieren, ist nicht nachvollziehbar. Es wird wohl häufig an der Unkenntnis liegen. Wenn ein vermeintlicher Jagdhund nicht zur Jagd ausgebildet wird, und ihm der Jagdtrieb nicht wirklich in den Genen liegt, interessiert ihn die Jagd häufig überhaupt nicht. Ich hatte im Laufe der vielen Jahre schon mehrere Pointer (Vorstehhunde) in meiner Familie.  Auch Podencos bereicherten mein Leben. Ich habe nur gute Erfahrungen machen dürfen.

Erstmals wurde ein Jäger für das Erhängen seiner Galgos verurteilt

Eine spanienweite Premiere, wenn auch eine traurige, gab es jetzt vor dem Strafgericht von Toledo: Verurteilt wurde ein Jäger, weil er seine Galgos aufgehängt hatte. Der Mann aus Fuensalida wurde zu siebeneinhalb Monaten Gefängnis verurteilt. Er muss außerdem zwei Jahre lang beruflich von Tieren die Finger lassen.

In dem Dorf Fuensalida waren die Körper zweier Galgos gefunden worden, einer fünf Jahre alt und der andere kaum zwei Jahre, die beide erhängt worden waren. Erst kurz zuvor hatte der Tierschutzverein Baas Galgo einen anderen toten Galgo mit Strick um den Hals gefunden. Bei weiteren Nachforschungen stießen die Mitarbeiter des Tierschutzvereins auf zwei weitere Galgos: tot und ebenfalls am Hals aufgehängt.

Doch diese beiden hatten glücklicherweise einen Mikrochip, anhand dessen der Bestizer ausfindig gemacht und angezeigt werden konnte. Der Mann gab die Taten offen zu und erklärte: "Ich wusste nicht, dass es eine Straftat ist, wenn man Tiere aufhängt. Mein Großvater hat das sein ganzes Leben lang immer so gemacht. Ich ahbe sie getötet, weil sie Gebrechen hatten und mir für die Jagd nicht mehr nützlich waren".

Kann es wirklich Hilfe für die Galgos geben

Wenn man diese Zeilen ließt wird einem doch nur noch schlecht.  Der beste Freund des Menschen, wird erhängt, leidet tagelang unter entsetzlichsten Qualen - und Menschen finden das völlig legitim und in Ordnung.

Glücklicherweise wurde endlich einmal ein Galgo-Halter verurteilt. Ein Meilenstein in der langen qualvollen Geschichte. Tierschützer halten die Strafe für zu mild, angesichts der vielen anderen Tiere, die dieser Mann nach eigenen Angaben noch auf dem Gewissen hat. Auf der anderen Seite hat endlich einmal ein Gerichtshof ein Zeichen gesetzt, deas vielleicht in Zukunft das Leben manches anderen Jagdhundes retten wird.

 

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